Sicherer Ertrag im Winter durch die Umrüstung auf IceFree Sensoren …
... Thomas Müller

Wenn Schnee, Eisregen und Temperaturen um den Gefrierpunkt Anemometer und Windfahne auf Windenergieanlagen (WEA) vereisen lassen, können sehr schnell auch die Erträge „auf Eis“ liegen – und das, obwohl der Wind weht. Availon fragte Thomas Müller, Elektromeister und Betriebsführer der Volkswind GmbH, warum er sich dazu entschied, WEA auf die IceFree Sensoren umzurüsten.

Mit dem Winter kommt auch der Frost, und damit die Probleme mit vereisten Anemometern und Windfahnen, oder?

Ja, das ist eigentlich bei fast allen Windenergieanlagen der Fall. Wenn die Winterzeit losgeht und der Frost kommt, frieren die Windmessgeräte ein. Dann sind die ersten Abschaltungen von Anlagen zu verzeichnen. Auch softwareseitig sind Meldungen wie „Leistungskennlinie abweichend“ zu beobachten, was durch die Entwicklung eines ersten Eisansatzes verursacht wird. Dann schalten sich die Anlagen vorsorglich ab. Das sind Probleme, die den meisten Betreibern in der Winterzeit sehr zu schaffen machen. 

 

Welche konkreten Erfahrungen haben Sie zu dem Problem gesammelt?

Es gibt mittlerweile die unterschiedlichsten Windmessgeräte auf dem Markt. Auf den meisten Anlagen sind aber die rotierenden Messgeräte mit Windmessfahne angebracht. Gerade dort, wo man eine drehbare Verbindung hat, wie bei solchen Geräten, setzt sich Frost als Erstes fest und die Anlage kommt trotz Wind zum Stillstand. Darüber hinaus gibt es noch eine Reihe anderer Geräte. Aber alle haben im Grunde in der Winterzeit mit tiefen Temperaturen ihre Probleme. Selbst mit kleineren Heizungen ausgestattete Anemometer können nicht verhindern, dass die Windmessgeräte frostfrei bleiben. Sie sind so gebaut, dass die Anlagen wie gewollt bei Eisansatz abschalten und keine Gefahren durch Eisabwurf von den Rotorblättern entstehen. Diese Geräte sind im Hinblick auf ihre Messempfindlichkeit so exakt, dass die Anlagen selbst dann abschalten, wenn hierfür im Grunde keine Notwendigkeit besteht. Dies ist besonders an sonnigen Wintertagen der Fall. Dann bildet sich am Tag Kondenswasser, das am Abend und in der Nacht, wenn die Temperaturen sinken, gefriert und das Anemometer zum Stillstand bringt, obwohl sich kein Eis auf den Rotorblättern bildet. 

 

Wie haben Sie auf derartige Schwierigkeiten reagiert?

Ich habe von Availon erfahren, dass es neuartige Sensoren gibt, die über eine Heizung mit wesentlich höherem Wirkungsgrad verfügen. Volkswind hat sich dann entschieden, alle unter der Betriebsführung des Unternehmens befindlichen 1,5 MW-Anlagen von GE mit den IceFree Sensoren auszustatten. 

 

Wie viele Anlagen haben Sie auf das Upgrade IceFree Sensoren von Availon umgerüstet?

Das waren rund 10 Anlagen. 

 

Hat sich auch Ihrer Sicht die Modernisierung der WEA gelohnt?

Die Investition hat sich im Vergleich zu den Ertragsausfällen, die durch festgefrorene Anemometer und Windfahnen drohten, auf jeden Fall gelohnt, selbst wenn mal ein etwas milderer Winter dazwischen war. 

 

Wie lange hat die Installation eines IceFree Sensors auf einer Anlage gedauert?

Wenn man berücksichtigt, dass hierfür auch verschiedenste Umverdrahtungen vorgenommen werden mussten, ging die Installation sehr zügig vonstatten und hat weniger als einen Tag pro Anlage in Anspruch genommen. Da die Umrüstung in Abstimmung mit Availon an windschwachen bzw. windstillen Tagen erfolgte, hatten wir keine wesentlichen Ertragseinbußen.

 

Planen Sie, noch weitere Anlagen mit den IceFree Sensoren auszustatten?

Das hängt immer davon ab, wie die Entwicklung in den einzelnen Windparks verläuft. Wir haben aktuell Meldungen erhalten, welche Defekte und Auffälligkeiten man z. B. in einem bestimmten Windpark ermittelte. Hierauf müssen wir als Betreiber reagieren. Der Windpark gehört einer Gesellschaft mit Kommanditisten und letztendlich treffen sie die Investitionsentscheidungen. Ich würde aber auf jeden Fall empfehlen auch die Anlagen in diesem Windpark auf die IceFree Sensoren umzurüsten, vorausgesetzt, dies findet die Zustimmung der Kommanditisten.

 

Herr Müller, wir danken Ihnen für das Gespräch.

 

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